Leadership der Zukunft

Welches Unternehmen kann sich noch Fehler leisten? – Um Versagen zu verhindern, gibt es in modernen Unternehmen viele Regeln und detaillierte Prozesse. – Ist das inspirierend für die MitarbeiterInnen?

Führungskräfte wollen nichts falsch machen und konzentrieren sich auf die Einhaltung der vorgegebenen Abläufe. Ergebnis ist eine Haltung des Verwaltens statt eines unternehmerischen Mitgestaltens. Auch Mitarbeiter konzentrieren sich darauf, keine Fehler zu machen.

Mut, Neues auszuprobieren, wird selten belohnt!

Gleichzeitig ist unsere Zeit geprägt von sich rasch wandelnden Märkten, herausfordernden Bedingungen und Veränderungen. Erfolgreich sein bedeutet, Entwicklungen zu antizipieren sowie sich und die Organisation darauf auszurichten. Ein pro-aktives Mitdenken wird zur erfolgskritischen und überlebenswichtigen Haltung.

 

Innovationen fördern
Wie schaffen erfolgreiche Unternehmen eine gute Balance zwischen Effizienz und einem inspirierenden, innovations-fördernden Umfeld:

  • Stärken identifizieren und Talente gezielt nutzen anstelle von Fehler suchen und korrigieren
  • Motivation durch die Entwicklung einer kraftvollen Vision fördern: Das Warum (Sinn, Nutzen) vorweg behandeln anstelle detaillierter To Do-Listen oder langer Diskussionen über das Wie
  • Authentisches Vorleben von Vertrauen, Förderung von unternehmerischem Mitdenken anstelle von detaillierten Kontrollen und Misstrauen
  • Beziehungen, Interessen verstehen und zur Kooperation nutzen statt Rechthaberei und formaler Korrektheit
  • Themen, Aufgaben, Leistungen als Fundament einer klaren und effizienten Aufgabenerledigung

Leadership forciert Unternehmertum, wie ein aktuelles Projekt zeigt:

„Die Lage schien festgefahren. Der Auftraggeber hatte bereits gerichtliche Klagen bei Verzug angedroht, unser Vorstand hatte Gegenclaims eingereicht,“ erzählt der PMO Leiter über ein wichtiges Auftragsprojekt.

Doch dann: Der Projektmanager entwickelte mit seinem Team zwei Szenarien, beschrieb Konsequenzen und Nutzen ging damit zur Kunden-Projektleiterin. Nach anfänglichem Zögern konnte er sie überzeugen, dass eine konstruktive Lösung besser wäre, als ein langer Streit mit beiderseitigem Schaden. Gemeinsam erarbeiteten sie eine Präsentation für ihre Vorstände und schafften es, das Projekt neu aufzusetzen. Der Lieferant stellte zusätzliche Ressourcen zur Verfügung. Der Kunde akzeptierte einen späteren Fertigstellungstermin. Das Projekt wurde mit großem Engagement umgesetzt und gilt als Beispiel für gelungenes Krisen-/Projektmanagement. Schlüssel des Erfolges war das couragierte Vorgehen der Projektmanager – entgegen interner Richtlinien!

 

Fördern Sie Gestalter statt Verwalter!

In Zukunft werden die erfolgreichen Unternehmen Projektmanager beschäftigen, die

  • ihr Projekt gestalten statt verwalten,
  • neben der fachlichen vor allem Führungskompetenz zeigen
  • neben der Projektabwicklung daraus resultierende Geschäftschancen aufgreifen

Intrapreneure zeichnen sich durch Eigeninitiative, Lern- und Reflexionsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit, Geschäftstüchtigkeit und viel Mut aus. Es lohnt sich, die Entwicklung einer Kultur zu fördern, die solche Persönlichkeiten anzieht und unterstützt!

Mailto: guenter.rattay@primas.at

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